Über mich

Seit Juni 2015 esse ich immer mal wieder eine Zeit lang FODMAP-frei.

…das tut mir mega gut und macht eine viel entspanntere Verdauung, als ich vorher hatte 🙂

Wem dass noch nicht als Grund ausreicht – ein längeres Warum? folgt 🙂

Im September 2011 hatte ich nach einer Magen-Darm Grippe verschiedene Beschwerden, mal mehr, mal weniger.
Zuerst hatte ich nur bemerkt, dass es mir wirklich schlecht ging. Mit einer Menge Symptome, unter anderem Bauchweh. Ich hatte aber keine Ahnung woher die kamen… Also gab es das „volle Programm“ an Untersuchungen, quasi alle davon ohne Befund und auch eine Blinddarm OP (die war wohl mit Befund ;)). Die Beschwerden waren danach aber noch da.

Ich habe mit Yoga und Meditation begonnen und 2012-13 auch eine Psychotherapie gemacht, weil gesagt wurde, dass sei alles psychosomatisch. Damit ging’s mir eine Zeit lang ganz okay, aber wirklich wohl gefühlt hatte ich mich noch nicht… Vor allem, weil ich unter „psychosomatisch“ verstanden hatte, dass ich mir nur einbilde, dass ich Probleme hatte, und mich nur richtig verhalten müsste, damit die verschwinden. Das hat mir damals natürlich noch zusätzlich Druck gemacht.

Nach dem Studium habe ich dann in einer Unternehmensberatung gearbeitet. Viel Reisen mit Essen unterwegs, viel Verantwortung und Stress. War nicht so gut für den Darm. Kann ich jetzt hinterher sagen. Damals wusste ich aber noch nicht, dass das zusammen hängt. Ich war ja mit den Diagnosen felsenfest davon überzeugt, dass organisch alles okay sei und ich mit Yoga, Tagebuch und (inzwischen abgeschlossener) Therapie gut versorgt war. Und weiter nichts tun könne.

Anfang 2014 habe ich mich dann psychisch wirklich sehr gut gefühlt (trotz Schmerzen, die waren ja immer noch da) und nach ca. 100ml Sekt extremen Durchfall bekommen. Ich habe recherchiert und bin direkt auf Histamin-Intoleranz gestoßen. Was dort beschrieben war, klang (leider) passend. Im Selbstversuch habe ich dann meine Ernährung umgestellt, um zu sehen ob es eine Auswirkung gibt. Schmerzen, Bauchkrämpfe, Blähungen und Durchfall haben sich zum ersten Mal seit Jahren leicht verändert.

Und ich konnte feststellen, dass Essen meine Probleme verstärken oder abschwächen konnte.

Mit Hilfe einer Heilpraktikerin, echten Laboruntersuchungen und Vitaminpräparaten habe ich dann das ganze Jahr über „rumprobiert“ und „sicherheitshalber“ lactose-, fructose- und histaminarm, gluten- und zuckerfrei gegessen. Als die Beschwerden immer noch nicht komplett aufhörten, außerdem wenig Fleisch (kommen die Probleme vielleicht vom Eiweiß???). Anfang 2015 habe ich dann noch mal eine private Darmklinik „ausprobiert“. Dort wurden ein paar weitere Schritte herausgefunden, z. B. eine zusätzliche Aufbaukur für die Darmflora mit „guten“ Bakterien. Und ein weiterer Fructose- und Laktosetest (H2) zeigte dann doch ein Problem mit Laktose und Fructose.

Das war alles ziemlich anstrengend… Und Essen hat 2014 / Anfang 2015 wenig Spaß gemacht. Allerdings war es echt erstaunlich, wie variabel wenige Zutaten sind… 😉 Die Beschwerden waren immerhin weniger krass, aber nicht weg.

„Glücklicherweise“ hatte ich 2015 einen Unfall, nachdem ich ganz lange Zeit echt völlig flachgelegt war. Dadurch sind alte, psychische Sachen hochgekommen. Rückblickend – kein Wunder, dass es mir echt mies ging, körperlich, wenn ich sowas die ganze Zeit verdrängt hatte.

Ich habe also eine passende Therapie dafür begonnen, die echt hilft. Ich kann jetzt die Sachen lösen, die meinem Körper mehrere Jahre lang Dauerstress und krasse Angst verursacht hatten. Und dadurch halt auch Reizdarm-Beschwerden.

Zeitgleich hatte ich 2015 auch die FODMAP-Ernährung entdeckt. Meine Mutter war durch einen Vortrag von Prof. Heseker, Präsident der dge, darauf aufmerksam geworden.

Ich habe mich zunächst über Urgeschmack informiert und bin von dort aus auf verschiedene Veröffentlichungen gestoßen.

Die Informationen zur FODMAP-Diät, die ich fand, klangen erstaunlich ähnlich wie das „Programm“, nach dem ich mich schon ein Jahr lang ernährt hatte. Allerdings erklärte es (endlich mal!), warum ich trotz strikter Ernährung noch Beschwerden hatte, wenn z. B. häufig Chicorée und Champignons auf meinem Speiseplan standen.

Ich habe eine Ernährungsberatung bekommen und mir mit verschiedenen FODMAP-Listen (z. B. von IBS Diets oder deutscher Blogs My FODMAP, der FOPMAP Köchin und fodmaps.de) und schon vorhandenen Informationen zu Kreuzallergien, Histamin, und Fructose eine Grundlage aufgebaut, um schrittweise wieder eine vielfältige Ernährung aufzubauen. Und damit gut zu leben.

2016 hatte ich noch mal total Glück. In der psychosomatischen Reha gab es zufällig eine Ernährungsberatung, die FODMAP kannte. Ich wurde sechs Wochen super lecker bekocht und beraten. Das hat mir noch mal deutlich gezeigt, wie befreiend diese Diät für die Verdauung ist. Gerade wenn Außen Einiges los ist, ist FODMAP echt eine ganz wunderbare Möglichkeit, meinen Körper in dieser Hinsicht zu entlasten. Die Histamin-Sache ist quasi verschwunden, genauso die Kreuzallergien, die zwischendurch festgestellt wurden.

Die Umstellung beim Kochen und Essen lohnt sich für mich also wirklich! 🙂

Damit du auch davon profitieren kannst, berichte ich hier über meine Erfahrungen und teile Rezepte, die ich lecker und praktisch finde 🙂

Ich habe jetzt, 2017, für mich beschlossen, dass „Nahrung heilt“ – und ich natürlich gesund bin, wenn ich gute Lebensmittel esse 😉

Viel Freude mit dem Blog, Ausprobieren der Rezepte und einer gesunden Verdauung 🙂

 

6 comments

  1. Ceci sagt:

    Interessante Story.. Unglaublich was man alles durchmachen muss und schlussendlich trotzdem nur durch Selbstinitiative und Nachforschen zur Lösung oder Besserung kommt!

    Viel Erfolg weiterhin!

  2. Astrid sagt:

    Hallo,
    ich kann leider ähnliches berichten. Seit einigen Jahren lebe ich Histaminarm, Milchfrei, Sorbitarm und Glutenfrei, zudem vertrage ich Fleisch sehr schlecht. Bei mir nahm das Disaster nach einer Antibiotika-Behandlung seinen Lauf, die eine Stoffwechselstörung Namens HPU auslöste.
    Nach erfolgreicher Darmpilz-Behandlung und einer andauernden Darmsanierung, geht es langsam aufwärts.
    Von Fodmaps habe ich schon vor einigen Jahren von einer Ärztin gehört. Sie empfahl sie mir damals, leider brachte sie zu dem Zeitpunkt garnichts. Jetzt da ich merke, ob ich etwas vertrage oder nicht, werde ich sie wieder in Angriff nehmen.

    Vielen Dank für deinen interessanten Blog.

    Viel Erfolg und weiterhin gute Besserung!

  3. ubu sagt:

    Hallo,

    ich hab deinen Blog im Internet gefunden, als ich nach fodmap paderborn gegoogelt habe. Vielen Dank für die vielen Informationen.
    Ich bin auf der Suche nach einer guten Ernährungsberatung in Paderborn. Könntest du mir da einen Tipp geben?
    War diese Reha Klinik auch in Paderborn?

    Danke

    • Karoline sagt:

      Hallo Ubu!
      Zur Ernährungsberatung kann ich nicht so viel sagen. Ich war mit Laktose & Fruktose im Johannisstift. FODMAP kannte sie da noch nicht, allerdings war es da auch noch sehr neu. Für Laktose und Fruktose fand ich es gut da.
      Und die Reha war wegen einer anderen Sache, also nicht Reizdarm. Das war nur ein super „Nebeneffekt“, dass die sich damit auskannten.
      Ich hoffe, das hilft weiter 🙂

  4. Daniela sagt:

    Ich bin auch schon seit so vielen Jahren „krank“, nichts wirklich schlimmes und bedrohliches, aber chronisches und wiederkehrendes und auch ich habe nun endlich nach vielem Probieren, festgestellt, wie sehr die Ernährung alles beeinflusst. Eigentlich geht alles, aber immer nur in Maßen (oder auch nur in homöopathischen Dosen 😉 ). So komme ich mit FOPMAP gut klar. Aber meinst Du, das es langfristig eine Heilung gibt ? oder esse ich jetzt für immer so weiter ? Das ist kein Problem, ich bin so dankbar dass es mir endlich besser und möchte das auch so beibehalten. Aber denkst Du, das sich alles wieder regenerieren kann ? Ich weiß auch bis heute nicht, ob es einen bestimmten Auslöser bei mir gibt, der dann weitere UV nach sich zieht (z.B NUR Fructose) oder eine Kombi aus allem ist.

    • Karoline sagt:

      Hallo liebe Daniela!

      Super, dass du auf FODMAP gekommen bist! Ich kann deine Erleichterung total nachvollziehen, denn mir ging es wirklich genau so.
      Bei mir hat sich nach einer „radikalen“ FODMAP-Phase das Ganze deutlich entspannt. Vorher hatte ich nur noch 20 Lebensmittel vertragen, dann war FODMAP schon viel, viel mehr. Und jetzt wird es nach und nach mehr.
      Ich glaube, dass viele Faktoren zusammenspielen. Bei mir ist es in jedem Fall auch Stress. Leider war der mir früher nicht bewusst, so dass ich das nicht ändern konnte. Jetzt kann ich anders damit umgehen (lernen).
      Ich glaube, dass (bei mir) vor allem das die Veränderung bewirkt.
      Und ich glaube auch, dass alles, was kommt (Unverträglichkeit) auch wieder gehen kann 😉 Sofern du den Grund dafür findest und das veränderst.
      Ich hoffe, dass hilft dir weiter 🙂
      Wenn du noch detailliertere Fragen dazu hast, kannst du mich gerne bei WhatsApp anschreiben. Die Nummer findest du hier.
      http://fodmap-frei.de/impressum/

      Ganz liebe Grüße
      Karoline

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